14:2 auf dem Platz – aber der wahre Sieg ist Sassis Rückkehr!

14:2 auf dem Platz – aber der wahre Sieg ist Sassis Rückkehr!

Am 22.03.2026, gab es beim TUS Adler Dielfen gleich doppelt Grund zum Feiern. Zum einen haben die Adler einen spektakulären 14:2-Sieg eingefahren. Aber das eigentliche Highlight des Tages war ein anderes: In der zweiten Halbzeit konnte der Wunschspieler (und zufällig mein Klient) Salah-Eddine Sassi, wieder eingesetzt werden!

Was war passiert? Sassi, der eine Ausbildung zum Verfahrenstechnologen bei Gontermann & Peipers macht, wurde im Sommer letzten Jahres plötzlich nach Marokko abgeschoben. Für uns alle – Verein, Arbeitgeber und das Case-Management im Rahmen des landesgeförderten Programms Kommunales Integrationsmanagement (KIM NRW), Universitätsstadt Siegen – war sofort klar: Wir geben nicht auf, wir holen ihn zurück! Wir wollten unbedingt, dass er seine Ausbildung beenden und sich hier seine verdiente Zukunft aufbauen kann. Was folgte, war ein monatelanger Hürdenlauf durch die Behörden, wobei wir uns der Unterstützung der Ausländerbehörde der Universitätsstadt Siegen sicher sein konnten.

Im Ordner liegen

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Dokumente, die für die Antragstellungen nötig waren

Es hat knapp

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Monate gedauert, bis wir Sassi zurückgeholt haben

Es waren

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E-Mails notwendig, um das Visumsverfahren erfolgreich zu beenden

Der Kampf um den Termin für ein Visum: Nachdem Sassi seinen Pass und wir alle weiteren notwendigen Unterlagen zusammen hatten, haben wir monatelang versucht, einen Termin in der deutschen Botschaft zur Visumsbeantragung zu bekommen – erfolglos. Durch einen Tipp der Ausländerbehörde der Universitätsstadt Siegen haben wir es dann über das Beschleunigte Fachkräfteverfahren versucht. Also Vorabzustimmung der ZFE Köln beantragt – langes Hin- und Her – bekommen, im Dezember dann mit der Vorabzustimmung einen Termin zur Visumsbeantragung gebucht und nochmal fein säuberlich über Deutsch-Marokkanische-Videotelefonie alle Dokumente sortiert. Kurz vor Weihnachten konnte Sassi dann alle Dokumente einreichen – Der Visumsantrag war gestellt.

Bürokratische Schrecksekunde: Als die Unterlagen endlich auf dem Weg waren, drohte der Traum an einem Missverständnis zu platzen. Einer Behörde stießen zwei angeblich falsch gesetzte Kreuzchen im Visumsantrag übel auf. Es brauchte viele Mails, Erklärungen und Stellungnahmen, um zu beweisen, dass nicht Sassi oder wir diese falschen Kreuzchen zu verantworten hatten, sondern der Servicedienstleister, der den Antrag in Rabat eigentlich nur entgegennehmen sollte! So konnte der Antrag doch noch bearbeitet werden, womit nicht nochmal 2-3 Monate ins Land gingen für eine Neubeantragung.

Starkes Netzwerk: Währenddessen liefen in Deutschland die Vorbereitungen auf Hochtouren und Sassi wurde aus Deutschland von Gontermann und den Adlern in Marokko tatkräftig unterstützt. Der Ausbildungsbetrieb hielt Sassi unerschütterlich die Treue, die Berufsschule war informiert und der Verein hatte bereits eine Wohnung in Siegen und alles weitere für ihn organisiert. Für mich blieb also mal wieder nur der Papierkram übrig…

Ende gut, alles gut! Der Papierkrieg hat sich gelohnt. Sassi hat sein Visum erhalten und ist wieder hier. Gestern konnte ich beim Spiel am Sonntag gemeinsam mit seinen Arbeitskollegen von Gontermann & Peipers und mit dem gesamten Verein offiziell auf seine Rückkehr anstoßen.

Willkommen zurück in deiner Heimat, Sassi! Auf dass du deine Ausbildung rockst und wir noch viele weitere Heimsiege zusammen feiern!

Case-Management (KIM)

Case-Management (KIM)

Zielgruppe: Flüchtlinge / Menschen mit Einwanderungsgeschichte
Ziel: Arbeit am Einzelfall und strukturelle Veränderungsprozesse mitgestalten
Methode: Case-Management, Beratung, aufsuchende Arbeit
Zeitraum: Start 12/2023 – Laufzeit voraussichtlich 5 Jahre

Das Case-Management zielt darauf ab, die Integrations- und Teilhabechancen der Menschen mit Einwanderungsgeschichte in der Kommune systematisch zu fördern und abzusichern.

Doppelfunktion des CM

Das Case Management des Kommunalen Integrationsmanagements hat eine Doppelfunktion. Es liegt ein kausaler Zusammenhang der begleitenden, individuellen Ebene der Personen mit Einwanderungsgeschichte (Unterstützungsmanagement) und den Prozessen der kommunalen Versorgungssysteme und den kommunalen Ämtern, Diensten und Einrichtungen (Systemmanagement) vor.

Unterstützungsmanagement

Einerseits haben die Case Manager:innen die Aufgabe, orientiert am Einzelfall und unter Berücksichtigung der individuellen Lebenslage der Menschen mit Einwanderungsgeschichte, die erforderliche Unterstützung, Begleitung, Förderung und Versorgung für ein individuelles, rechtskreisübergreifendes Case Management
zu erheben, zu planen, zu implementieren und zu koordinieren.

Systemmanagement

Andererseits haben die Case Manager:innen die Aufgabe im Unterstützungsmanagement mögliche Lücken, Potenziale und fehlende Angebote sowie effektivere Prozesse im Versorgungssystem der kommunalen Ämter, Dienste und Einrichtungen (Systemmanagement) zu identifizieren und in Kooperation mit den strategischen Stellen des KIM strukturelle Veränderungsprozesse einzuleiten. Mit diesen Erkenntnissen und Analysen wird dann im Weiteren eine Optimierung der kommunalen Verwaltungsstrukturen und -prozesse angestrebt.

[Auszug des Internetauftritts des MKJFGFI – weitere Informationen unter „Links“]

Manuel RaichleCase-Manager (KIM)

015781939572 
manuel@einfachmachen.ug
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KIM FAQ


Förderung

Das Case-Management der einfachmachen. gUG wird durch Baustein 2 (Case-Management) des Landesprogramms „Kommunales Integrationsmanagement“ über das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Siegen-Wittgenstein gefördert.